Die Kunst zu Wohnen Die Kunstmuseen Krefeld zeigen in einer Retrospektive der Designerin Charlotte Perriand innovative Gestaltung für sozialen Wandel.
Wie die Gestaltung des Wohnraums allen Menschen ein besseres Leben bereiten kann, das beschäftigte die französische Architektin und Designerin Charlotte Perriand (1903–1999) von Anfang ihres Schaffens an. Ihre humanistisch ausgerichteten Entwürfe prägten das moderne Wohnen in den 1920er‑Jahren bis in die 1990er‑Jahre – bis heute hat sie damit ihre Spuren hinterlassen.
Von Menschen für Menschen erschaffen
Charlotte Perriand stellte sich in ihrer Zeit Fragen, die auch heute noch hochaktuell sind. Etwa wie Architektur und Inneneinrichtung zur sozialen Gesundheit einer Region beitragen. Im Team arbeitete sie damals schon ohne strenge Hierarchien und zielte darauf ab, Natur, Technik und Tradition zusammenzubringen.
Erste große Werkschau in Deutschland
Um Perriands Geist und Gestaltung einzufangen, verteilt sich die von der IKEA Stiftung geförderte Ausstellung „Charlotte Perriand: L’art d’habiter – Die Kunst zu Wohnen“ über drei historische Gebäude der Krefelder Museen. Internationale Leihgaben, Originalmöbel und Rekonstruktionen, Entwurfszeichnungen, Fotografien und Filmaufnahmen waren versammelt. Das hier gezeigte Schaffen erstreckt sich von modularen Möbelstücken (wie die Liege LC4) und Aufbewahrungssystemen über Minimalbehausungen der Zwischenkriegszeit bis hin zu Gesamtkunstwerken wie dem alpinen Skigebiet Les Arcs.
Mit der Werkschau vom 2. November 2025 bis 15. März 2026 widmet die Kunstmuseen Krefeld Charlotte Perriand erstmals eine Retrospektive im deutschsprachigen Raum.
| Antragsteller | Kunstmuseem Krefeld |
|---|---|
| Projekttitel | Charlotte Perriand: L’art d’habiter – Die Kunst zu Wohnen |
| Datum | November 2025 |