Baukästen zum Bestaunen und Bespielen Das DAM in Frankfurt zeigt zahlreiche Bauspielkästen aus vergangenen Zeiten – zum Anschauen und Ausprobieren.
Sie sind die bekanntesten Vertreter ihrer Art: die bunten Klemmbausteine aus Kunststoff namens Lego. Sie wurden erstmals Mitte des 20. Jahrhunderts vom Dänen Ole Kirk Kristiansen produziert. Zuvor hatte er mit seinem Unternehmen Lego vor allem Spielzeug aus Holz hergestellt.
Spielzeug mit Geschichte
Doch Bauspielkästen gibt es schon viel länger – aus Holz, Metall, Stein oder Kunststoff. Sie wecken den Entdeckergeist, fördern Kreativität und laden zum Tüfteln ein. Die Ausstellung „Architekturbaukästen 1890–1990. Die Große Mitspielausstellung“, die das DAM dank der Privatsammlung des Grafikers Claus Krieger umsetzen konnte, zeigt über ein Jahrhundert Baukasten-Geschichte.
Dabei geht es nicht allein um Spielzeug, denn die Baukästen spiegeln auch gesellschaftliche Entwicklungen, technische Innovationen und ästhetische Ideale ihrer Zeit wider. Sie erzählen von der Freude am Selbermachen, von Fantasie und Präzision, aber auch vom Wandel der Materialien.
Stapeln, Staunen, Selbermachen
Das Besondere an der Ausstellung: Sie ist nicht zum bloßen Betrachten da. Denn durch Mitmachangebote soll die sogenannte gläserne Schwelle zum Museum überwunden werden. Dafür haben Prof. Andreas Kretzer von der Hochschule für Technik (HFT) Stuttgart und seine Studierenden einige der Originalbausteine in vergrößertem Maßstab nachgebildet, um sie bespielbar zu machen. Besucherinnen und Besucher können an mehreren Mitmachstationen daher selbst bauen, konstruieren und gestalten. Der spielerische Zugang macht sichtbar, wie eng Kreativität, räumliches Denken und handwerkliches Geschick miteinander verbunden sind. Wer sich auf die Welt der Baukästen einlässt, entdeckt die Prinzipien der Architektur im Kleinen.
Kleine Steine, große Wirkung
Baukästen sind mehr als ein Kinderspielzeug, sie waren stets Ausdruck ihrer Zeit – mal didaktisches Werkzeug, mal Ausdruck technischer Fortschrittsbegeisterung oder architektonischer Vision – und inspirierten Groß wie Klein. So lädt die Ausstellung nicht nur zum nostalgischen Erinnern ein, sondern vermittelt gleichzeitig spielerisch ein Stück Kulturgeschichte.
Die Ausstellung läuft vom 25. Oktober 2025 bis zum 28. Februar 2026. Das Museum ist Dienstag sowie Donnerstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet und Mittwoch von 11 bis 20 Uhr.
| Antragsteller | Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt |
|---|---|
| Projekttitel | Architekturbaukästen 1890–1990. Die Große Mitspielausstellung |
| Datum | Oktober 2025 |