Engagement und Kompetenz So arbeitet unser Gremium zusammen
Die Mitglieder unserer Stiftungsorgane bringen ihr unterschiedliches fachliches Wissen, ihre Erfahrungen und natürlich ihr Engagement auf vielfältige Weise für die Themen der IKEA Stiftung ein und unterstützen so unser gesellschaftliches Engagement.
1. Der Stiftungsrat
Für die Anlage des Stiftungsvermögens, die Förderungsrichtlinien sowie für Grundsatzbeschlüsse ist der Stiftungsrat zuständig. Ihm gehören an:
Vorsitzender
2. Der Stiftungsvorstand
Der Stiftungsvorstand vertritt die Stiftung rechtlich. Außerdem entscheidet er
zusammen mit dem Beirat über die Verwendung der Stiftungsmittel. Zum Vorstand gehören:
Peter Takacs engagiert sich als Vorsitzender des Vorstands der IKEA Stiftung, um bedeutende Projekte auf den Weg zu bringen, die die Welt Stück für Stück besser machen. Ursprünglich als Fotograf ausgebildet, entschied er sich als junger Mensch, bei dem seinerzeit eher unkonventionellen Einrichtungsunternehmen IKEA als Trainee einzusteigen. Die nächsten 20 Jahre führten ihn über zahlreiche Abteilungen wie etwa Marketing und verschiedene Orte wie das schwedische Älmhult schließlich zur IKEA Stiftung. In den darauffolgenden 20 Jahren als Geschäftsführer der IKEA Stiftung fühlte er sich angekommen und konnte unzählige Projekte und Initiativen mit anschieben. Im Ruhestand denkt Peter noch lange nicht daran, seinen sozialen Beitrag ruhen zu lassen – schließlich gibt es auch für die Stiftung, die ihm so sehr am Herzen liegt, noch viel zu tun.
Zwei Fragen, zwei Antworten:
Was verbindet Sie gerade mit der IKEA Stiftung?
Bevor ich 2003 in die IKEA Stiftung wechselte, war ich bereits viele Jahre für IKEA tätig, unter anderem am Gründungsort des Unternehmens in Älmhult/Schweden. Hier hatte ich mehrmals die Gelegenheit, mit dem Gründer von IKEA, Ingvar Kamprad, persönlich zu sprechen. Seine Werte und die Kultur, die ich erleben durfte, haben mir später den Wechsel in die Stiftung leicht gemacht und meine Entscheidungen in der täglichen Arbeit immer beeinflusst.
Sind Stiftungen wichtig für unsere Gesellschaft?
Absolut, gerade die Stiftungen, die ihre Mittel zu 100 Prozent in die Förderung geben, leisten eine wichtige Arbeit für die Gesellschaft. Solche also, die ganz konkrete Projekte unterstützen, welche ohne diesen Beitrag nicht realisiert werden könnten. Jahr für Jahr fördert die IKEA Stiftung gemeinnützige Projekte in Deutschland mit mehr als 1,5 Millionen Euro und oft handelt es sich dabei um eine sogenannte Anschubfinanzierung. Das Geld ist in diesen Fällen praktisch ein Vorschuss und oft motiviert es Menschen zu eindrucksvollen Leistungen.
Stellvertrende Vorsitzende
Mit Einrichten, Wohnen und Leben kennt sich Corinna van Suntum ebenso gut aus wie mit zwischenmenschlichen Themen. Seit über 25 Jahren arbeitet sie bei IKEA. Unter anderem motivierte die gelernte Diplom-Kauffrau ihre Teams als Logistik- und HR-Managerin, seit acht Jahren leitet sie als Market Managerin das Einrichtungshaus Köln-Godorf. Die individuelle Weiterentwicklung jedes Einzelnen nach den Bedürfnissen und Stärken liegt ihr dabei besonders am Herzen. Als Mitglied des Vorstandes setzt sie sich bei der IKEA Stiftung für Projekte ein, die den Alltag der vielen Menschen ganz konkret verbessern.
Drei Fragen, drei Antworten:
Warum engagieren Sie sich im Beirat der IKEA Stiftung?
Ich engagiere mich im Beirat der IKEA Stiftung, weil ich von ihrer klaren Mission überzeugt bin, die Wohn- und Lebensqualität von Menschen mit unterschiedlichen sozialen Belangen nachhaltig zu verbessern. Besonders beeindruckt mich der Fokus auf Kinder- und Jugendhilfe sowie die Förderung kreativer und sozial wirksamer Projekte, die Menschen in Notlagen konkret unterstützen.
Welche Perspektiven möchten Sie in die Arbeit als Beirat einbringen?
Als Mutter einer Tochter bringe ich einen persönlichen Blickwinkel mit, wenn es um die Bedürfnisse von Familien und Kindern geht. Gleichzeitig bin ich seit vielen Jahren bei IKEA tätig und fühle mich der Vision tief verbunden, den vielen Menschen einen besseren Alltag zu schaffen. Diese Kombination aus persönlicher Erfahrung und vielfältigen beruflichen Einblicken möchte ich in die Arbeit innerhalb der IKEA Stiftung einbringen – mit dem Ziel, Projekte zu fördern, die wirklich etwas bewegen.
Sind Stiftungen wichtig für unsere Gesellschaft?
Stiftungen spielen eine bedeutende Rolle für die Öffentlichkeit. Sie fördern gemeinnützige Projekte, schließen soziale Lücken und unterstützen dort, wo staatliche Mittel oder Strukturen nicht ausreichen. Besonders in Bereichen wie Bildung, Kinder- und Jugendhilfe, Umwelt, Kultur und soziale Gerechtigkeit leisten sie wertvolle Beiträge.
3. Der Stiftungsbeirat
Die Aufgabe des Beirates besteht darin, gemeinsam mit dem Vorstand über die
Verwendung der Stiftungsmittel zu beraten und zu entscheiden. Der Beirat ist deshalb besetzt mit Personen, die über besondere Erfahrungen und Qualifikationen auf dem Gebiet der Stiftungszwecke verfügen:
Bereits seit 2020 ist die Zürcher Professorin Dr. Silke Langenberg Mitglied des IKEA Stiftungsbeirats und bringt dabei ihr besonderes Fachwissen und Interesse im Bereich Wohnen und Wohnkultur mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit ein. Schon während ihres Architekturstudiums in Dortmund und Venedig beschäftigte sie sich mit Fragen der Denkmalpflege und Erhaltung des Bestands. An der ETH Zürich liegen ihre Forschungsschwerpunkte im Gebiet der jüngeren und sehr jungen Konstruktionsgeschichte und den damit einhergehenden Herausforderungen ihrer Reparatur. In ihrer Professur vertritt Silke Langenberg das von ihr entwickelte Fachgebiet „Konstruktionserbe und Denkmalpflege“, das sich mit bauprozessualen, -technischen und konstruktiven Innovationen beschäftigt.
Drei Fragen, drei Antworten:
Welche Erfahrungen oder Perspektiven möchten Sie in die Arbeit als Beirat einbringen?
Ich finde es wichtig, dass wir die Aspekte Werterhaltung, Baukultur und Reparatur berücksichtigen, wenn wir uns bei den Stiftungssitzungen über Förderprojekte austauschen. Zu diesen Themen engagiere ich mich nicht nur in der Stiftung und bei meiner Arbeit, sie sind mir auch persönlich ein Anliegen.
Welche Themen sind Ihnen besonders wichtig?
In der IKEA Stiftung ist mir die Nachhaltigkeit besonders wichtig. Interessant finde ich bei den zur Förderung beantragten Projekten insbesondere diejenigen, die neben ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten auch baukulturelle Belange adressieren – meiner Meinung nach eigentlich eine wichtige vierte Säule der Nachhaltigkeit, die zu oft vergessen wird.
Sind Stiftungen wichtig für unsere Gesellschaft?
Stiftungen übernehmen eine wichtige Aufgabe, denn sie setzen genau an den Stellen an, wo staatliche Instrumente oder Mittel fehlen.
Die Bedeutung von Design und Architektur für die Gesellschaft stellt Dr. Mateo Kries immer wieder unter Beweis, ob in fachlichen Publikationen oder seiner beachtlichen Vielzahl an kuratierten Ausstellungen. Er prägt seit 20 Jahren als Direktor des Vitra Design Museums in Weil am Rhein maßgeblich die Auseinandersetzung mit Designgeschichte. Einen Fokus legt der promovierte Kunsthistoriker auf die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für unsere gestaltete Umwelt: Sie bildet eine wichtige Voraussetzung für ein ökologisch und sozial nachhaltiges Miteinander. Im Gremium der IKEA Stiftung macht sich Dr. Mateo Kries für Themen rund um Nachhaltigkeit, kulturelle Verständigung sowie die Förderung junger Talente stark.
Drei Fragen, drei Antworten:
Was verbindet Sie gerade mit der IKEA Stiftung?
Die IKEA Stiftung ist eine sehr persönliche und unbürokratische Organisation, bei der die Unterstützung der Gemeinschaft im Mittelpunkt steht. Für mich leistet sie einen wichtigen Beitrag zu einem demokratischen Miteinander, da sie an der Schnittstelle von Gesellschaft und Gestaltung agiert.
Welche Erfahrungen oder Perspektiven möchten Sie in die Arbeit als Beirat einbringen?
Nach 30 Jahren in einem führenden Designmuseum möchte ich etwas von meiner Erfahrung im Realisieren von Ausstellungen, aber auch eine gesellschaftsbezogene Perspektive auf Design einbringen. Als Kurator und Museumsdirektor habe ich gelernt, wie wichtig – und leider rar – unabhängige Förderinstitutionen im Bereich Design und Architektur sind. Jetzt dazu einen Beitrag leisten zu können, finde ich wunderbar und ist eine Ehre.
Sind Stiftungen wichtig für unsere Gesellschaft?
Unbedingt. Sie leisten einen essenziellen Beitrag für das demokratische Miteinander, indem sie zeigen, wie wichtig ein Engagement jenseits eigener, meist wirtschaftlicher Interessen ist. Damit haben Stiftungen Vorbildcharakter für jeden einzelnen Menschen und es ist von großer Bedeutung, dass sie hörbar und sichtbar sind.
Katharina Gerarts ist Professorin an der International University (IU) in Mainz, von wo aus sie den bundesweiten Studiengang Kindheitspädagogik leitet. Als Wissenschaftlerin, Moderatorin und Publizistin macht sie sich für Strukturen stark, die die Beteiligung junger Menschen in unserer Gesellschaft fördern und konsequent berücksichtigen. Im Beirat der IKEA Stiftung bringt die Diplom-Pädagogin ihre Erfahrungen und ihr Wissen über Kinderrechte, Inklusion und Kindheitsforschung ein. Mit ihrem Engagement möchte Prof. Dr. Katharina Gerarts Bildung, Teilhabe und Chancengerechtigkeit aktiv mitgestalten und zugleich Praxis, Wissenschaft und Politik verzahnen.
Drei Fragen, drei Antworten:
Was verbindet Sie gerade mit der IKEA Stiftung?
Mich verbindet mit der Stiftung das gemeinsame Anliegen, Kindern und Jugendlichen gute Bedingungen für Entwicklung und Bildung zu ermöglichen. Besonders schätze ich den praxisorientierten Ansatz, gesellschaftliche Fragen mitzugestalten.
Welche Themen sind Ihnen besonders wichtig?
Für mich sind Bildungsgerechtigkeit und die Anerkennung kindlicher Perspektiven entscheidend. Ebenso setze ich mich für den Abbau sogenannter adultistischer Strukturen ein, womit die Diskriminierung von Jüngeren aufgrund von Altersunterschieden gemeint ist.
Sind Stiftungen für unsere Gesellschaft noch von Belang?
Ja, Stiftungen übernehmen eine wichtige Rolle, indem sie Freiräume für Innovationen schaffen und Themen anpacken, die im politischen Alltag oft zu kurz kommen. Sie können Brücken bauen zwischen Praxis, Wissenschaft und Zivilgesellschaft und so nachhaltige Veränderungen anstoßen.
Um ökologische Themen noch gezielter in den Blick zu nehmen, hat die IKEA Stiftung Mitte 2025 einen neuen Förderbereich aufgenommen. Als Beirat für „Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft” bringt Dr. Bastian Winkler von der Universität Hohenheim in Stuttgart seine agrarwissenschaftliche Expertise ein. Über seinen Fachbereich „Nachwachsende Rohstoffe in der Bioökonomie” hinaus sammelte er beispielsweise in Südafrika praktische Erfahrungen mit landwirtschaftlichen Kreislaufsystemen. In diesem Zuge beschäftigte er sich bereits vor 14 Jahren mit der Terrabioponik für das Urban Gardening. Aus diesem Kreislaufkonzept heraus ist schließlich das ökologische Gartensystem Geco-Gardens entstanden, das in der Lage ist, sich selbst zu versorgen.
Drei Fragen, drei Antworten:
Welche persönliche Verbindung haben Sie zu den Themen, auf die sich die Förderungen der IKEA Stiftung konzentrieren?
Als Vater von vier Kindern liegen mir Projekte am Herzen, die die Wohn-, Lern- und Ausbildungssituation von Kindern und Jugendlichen verbessern. Damit einher geht für mich die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Die IKEA Stiftung unterstützt Vereine, Menschen, Institutionen und Initiativen, die das Zusammenleben aktiv mit Ideenreichtum, Diversität und Gemeinschaftssinn gestalten.
Welche Perspektive bringen Sie in Ihre Arbeit als Beirat der IKEA Stiftung ein?
Als neuer Beirat für „Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft” habe ich die Aufgabe und Chance übernommen, diesen noch relativ jungen zielgerichteten Förderschwerpunkt der IKEA Stiftung mitzugestalten. Dabei schöpfe ich aus meinen internationalen Erfahrungen in den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft, biobasierte Wertschöpfung und Nachhaltigkeitsbewertung. Ich freue mich darauf, bei meiner Beiratstätigkeit noch viele weitere Projekte auf den Weg zu bringen.
Welche Ansätze verfolgen Sie bei Ihrer Arbeit und in Ihrem Leben?
Mir ist es wichtig, Dinge ganzheitlich und in all ihren Facetten zu betrachten. Dazu gehört für mich auch, sich selbst als Teil der Gesellschaft und der Natur zu sehen. Jede eigene Handlung hat Auswirkungen – ob diese positiv oder negativ auf unsere Mitmenschen und unsere Umwelt wirken, haben wir selbst in der Hand. Auch wenn es nicht immer möglich ist, versuche ich grundsätzlich, Win-win-win-Situationen zu erzielen, sodass neben den direkt Beteiligten beispielsweise auch die Umwelt profitiert.
Die Geschäftsführung
Die Geschäftsstelle
Drei Fragen, drei Antworten
Welche persönliche Verbindung haben Sie zu den Themen, auf die sich die Förderungen der IKEA Stiftung konzentrieren?
Alle Förderschwerpunkte der IKEA Stiftung sind für mich von großer Bedeutung. Als Mutter liegt mir natürlich der Bereich „Kinder & Jugendliche“ besonders am Herzen. In vielen Projekten sehe ich unmittelbar, wie sehr sie das Leben von Menschen verbessern können – sei es konkret durch eine veränderte Wohn- oder Lernsituation für junge Menschen oder auch durch die Wertschätzung, die engagierte Projektverantwortliche für ihre Arbeit erfahren.
Besonders inspirierend finde ich Projekte, bei denen Kinder und Jugendliche aktiv mitgestalten. Wenn ihre Ideen ernst genommen werden, sie Verantwortung übernehmen und erleben, dass ihr Beitrag zählt, entsteht echte Selbstwirksamkeit. Das gilt vor allem für Themen, die im Schulalltag oft zu kurz kommen, wie etwa Nachhaltigkeit. Hier können junge Menschen zeigen, wie viel Kreativität und Engagement in ihnen steckt.
Was verbindet Sie gerade mit der IKEA Stiftung?
Die IKEA Stiftung arbeitet laut Satzung unabhängig von den Einrichtungshäusern, trotzdem ergänzen sich Aktivitäten häufig auf sinnvolle Weise, sodass wir Projekte manchmal gemeinsam voranbringen können. Dabei hilft, dass IKEA und die IKEA Stiftung denselben Wertekompass teilen – das schafft eine starke gemeinsame Basis.
Sind Stiftungen wichtig für unsere Gesellschaft?
Stiftungen sind eine tragende Säule unserer demokratischen und sozialen Gemeinschaft. Sie können Engagement sichtbar machen, Menschen motivieren und dort unterstützen, wo finanzielle Mittel fehlen, um ein wichtiges Projekt zu realisieren – und senden damit ein starkes Signal an viele Menschen.
Die IKEA Stiftung ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in München und Geschäftsstelle in Hofheim-Wallau. Sie ist unabhängig und gemeinnützig. Sie unterliegt der staatlichen Stiftungsaufsicht durch die Regierung von Oberbayern.
Lesen Sie hier mehr über die Ziele der Stiftung, unsere Geschichte und die Stiftungsarbeit.