Stipendien der IKEA Stiftung – Sommersemester 2026 Sechs Abschlussarbeiten. Ein gemeinsamer Anspruch: Gestaltung, die wirkt.
Die IKEA Stiftung fördert jedes Semester Studierende, die in ihren Abschlussarbeiten gesellschaftlich relevante Fragen aufgreifen und gestalterische Antworten darauf suchen. Damit unterstützt die Stiftung junge Designer*innen und Architekt*innen, die über ihr Fach hinausdenken: Wie lässt sich ein gerechter Zugang zu öffentlichem Raum schaffen? Wie werden Produkte so gestaltet, dass Menschen sie nicht wegwerfen, sondern pflegen, reparieren und weiterhin nutzen? Wie kann Design Inklusion sichtbar machen – und damit selbstverständlicher werden lassen?
Die sechs Stipendiat*innen des Sommersemesters 2026 verfolgen in ihren Projekten Fragen, die das Wohnen und Leben von Menschen in der ganzen Breite berühren: von der Gestaltung des individuellen Alltagsgegenstands bis hin zur Wahrnehmung öffentlicher Orte, von der kindgerechten Mobilitätshilfe bis zur inklusiven Sanitärinfrastruktur. Was alle Arbeiten verbindet: Sie verstehen Gestaltung nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug für sozialen und ökologischen Wandel.
Das sind die ausgewählten Stipendiat*innen und ihre Projekte:
Viola Sommerfeld, Produktdesign, Kunsthochschule Kassel
Ihr Projekt „In Bewegung“ entwickelt eine kindgerechte Mobilitätshilfe für Kinder mit motorischen Beeinträchtigungen. Im Fokus steht die Frage, wie therapeutische Funktionalität und emotional zugängliche Gestaltung zusammenwirken können, damit die Gehhilfe als selbstverständlicher Alltagsbegleiter wahrgenommen wird.
Jonas Hohmann, Produktdesign, Kunsthochschule Kassel
In seiner Diplomarbeit „Materialkreisläufe & Produktzyklen – Entwurfsarbeit mit dem Fokus auf das Kombinieren, Zerlegen und Reparieren“ untersucht er, wie Entwurfsmethoden die Nutzungsdauer von Produkten verlängern können – durch trennbare Materialverbünde ebenso wie durch Gestaltung, die emotionale Bindung zu Objekten erzeugt.
Till Ihrig, Produktdesign, Kunsthochschule Kassel
Seine Diplomarbeit „Latrine“ befasst sich mit dem ungleichen Zugang zu öffentlichen Toiletten. Sein Ansatz: eine Hocktoilette als geschlechtsneutrale, berührungsfreie Alternative, die Sanitärinfrastruktur inklusiver und gerechter gestaltet.
Leona Borkeloh, Master Architektur, Technische Hochschule Köln
In „Biased City“ entwickelt sie ein Analysemodell für öffentliche Räume: Welche räumlichen Faktoren entscheiden darüber, ob ein Ort als einladend oder unsicher wahrgenommen wird? Und wie lassen sich Wahrnehmung und Nutzung durch gezielte Eingriffe langfristig verändern?
Lars Hanhardt, Produktdesign, Kunsthochschule Kassel
In seiner Diplomarbeit „Ansätze für eine haptikfokussierte Bedienung im Zeitalter des Touch-Interfaces“ fragt er, was verloren geht, wenn physische Bedienelemente durch digitale Interfaces ersetzt werden. Ziel ist es, ein Repertoire haptischer Gestaltungsstrategien für eine intuitivere, körperlich erfahrbare Bedienung von Alltagsprodukten zu erarbeiten.
Giulio Pizzo, Produktdesign, Kunsthochschule Kassel
In seiner Abschlussarbeit „Kollektion von Wohnobjekten – Reparatur als Gestaltungswerkzeug – Förderung von Selbstwirksamkeit im Umgang mit Objekten“ begreift er Reparatur als aktiven Gestaltungsakt, der Objekte aufwertet und Bindung schafft – und entwickelt daraus eine Kollektion von Wohnobjekten, die dieses Prinzip verkörpert.
Die IKEA Stiftung gratuliert allen Geförderten herzlich und freut sich, diese Arbeiten auf ihrem Weg zu begleiten.
Das Stipendienprogramm geht weiter: Auch künftig fördert die IKEA Stiftung junge Talente, die mit ihren Projekten zu einem besseren Alltag für die Menschen beitragen. Bewerbungen für das kommende Semester sind willkommen – Einsendeschluss für die Unterlagen ist der 1. August 2026. Wir freuen uns auf neue Ideen und Projekte. Alle weiteren Informationen rund um unsere Nachwuchsförderung gibt es unter Stipendien und im FAQ.
| Projekttitel | Stipendien Sommersemester 2026 |
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| Datum | Mai 2026 |