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„Jedes neue Produkt sollte besser sein als die Alternativen am Markt“ Wie Peter Vosding vom talentierten Stipendiaten der IKEA Stiftung zum erfolgreichen Designer wurde.

Fotocollage „Birdseed Bag“: braune Papiertüte mit roter Kordel, als hängender Vogelfutterspender mit Meise im Einsatz, daneben Detail mit Aufdruck „Vogelfutter 300g“.
© Peter Otto Vosding

Vor 13 Jahren überzeugte Peter Vosding die IKEA Stiftung von seinem Talent und erhielt ein Stipendium. Seit 2017 entwirft er in seinem Kölner Studio „VOSDING Industrial Design“ Möbel, Beleuchtung und Konsumgüter. Dabei war der German-Design-Award-Gewinner bereits im Gründungsjahr seiner Selbstständigkeit als Newcomer der deutschen Designszene nominiert.

Handwerkliche Impulse: Von Darmstadt nach Schweden

Schon früh an Gestaltung interessiert, studierte der gebürtige Wiesbadener zunächst Industriedesign in Darmstadt. Als er sich 2013 für ein sechsmonatiges Stipendium am Ingvar Kamprad Design Center der Universität Lund in Schweden bewarb, überzeugte der damals 23-Jährige die IKEA Stiftung mit seinem Entwurf Birdseed Bag: eine Vogelfutterverpackung aus kompostierbarem Material, die durch wenige Handgriffe auch gleich als Futterspender dient. 

Während sein Studium in Darmstadt stärker auf Industriedesign ausgerichtet war, hatte Peter in Schweden die Möglichkeit, sein Verständnis für Handarbeit und handwerkliche Details zu vertiefen. Diese Kombination aus Präzision und Handarbeit definiert seine Arbeit bis heute.

Internationale Anerkennung pfiffiger Ideen

Peter Vosding ist einer von mehr als hundert ehemaligen Designstudierenden, deren Talent schon früh durch den Designpreis der IKEA Stiftung anerkannt wurde. „Bereits damals war Peter fachlich außergewöhnlich gut und nebenbei sehr bescheiden. Ein Nachwuchsstipendiat, mit dem wir gern Zeit verbracht und uns ausgetauscht haben“, erinnert sich Peter Takacs, Vorsitzender des Vorstands der IKEA Stiftung.

Nach seinem Master in Produktdesign und Prozessentwicklung blieb Peter Vosding in Köln und machte sich selbstständig. Bereits im Gründungsjahr von VOSDING Industrial Design 2017 wurde das Nachwuchstalent als einer von fünf Newcomern beim German Design Award nominiert. Erst kürzlich erhielt der Designer für seine im nachhaltigen 3D-Druckverfahren hergestellten Pflanzgefäße BigBag und Babylon den German Design Award 2025.

Die Auszeichnungen des Geman Design Councils, dem sogenannten Rat für Formgebung, bezeichnete Peter als großen Motivationsschub, zahlreiche Preise und Ausstellungen folgten seiner Newcomer-Nominierung, unter anderem in Köln, Mailand und auf der größten skandinavischen Designmesse für Möbel und Beleuchtung bei Greenhouse Stockholm.

Von geometrischen zu organischen Formen

Vosdings Designs vereinen skandinavischen Minimalismus mit konstruktiver Logik. Neben klaren geometrischen Formen tragen organisch geschwungene Entwürfe Peters unverkennbare Handschrift, wie bei dem viel beachteten Loom Chair (2023), der Leichtigkeit, Ergonomie und praktische Ablageflächen zusammenbringt. Mit dem Fokus auf Funktionalität und modularer Gestaltung folgt Peter Vosding seinem Credo, dass jedes Produkt besser sein sollte als die erhältlichen Lösungen auf dem Markt. Und damit meint der Gestalter auch die bewusste Wahl hochwertiger, nachhaltiger Materialien bei der Produktion.

Den Weg geebnet

„Es macht uns stolz, dass aus einem Designstudenten, den wir vor vielen Jahren mit einem Stipendium gefördert haben, ein international erfolgreicher Designer geworden ist. Als Wegbegleitende können die Menschen hinter der IKEA Stiftung an solchen Beispielen verfolgen, wie unsere Förderung zu nachhaltigem Erfolg beiträgt “, bekräftigt Peter Takacs.

Antragsteller Peter Otto Vosding
Projekttitel „Jedes neue Produkt sollte besser sein als die Alternativen am Markt“
Datum Juni 2013