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Aufblasen statt wegwerfen Dass Plastik schlecht verrottet, hat auch sein Gutes. So kann Rosa Heinz ihn als Rohstoff nutzen.

Bildercollage aus drei Bildern: 1) ein blau/weiß marmorierter Kreis, der von einer Hand gestützt wird, im Hintergrund weiß, 2) ein weiß/braun marmorierter Tisch/Hocker vor hellem Hinter- und Untergrund, 3) eine weiß/braun marmorierte ovale Fläche, die von einer Hand gestützt wird, im Hintergrund weiß.
© Rosa Heinz, Kassel|

Dass Reisen bildet, ist ein Gemeinplatz, den man in jeder Konversation unwidersprochen entsorgen kann. Dass Abfall inspiriert, ist hingegen noch nicht in den allgemeinen Sprachschatz eingegangen. Beides zusammen bringt uns zu Rosa Heinz, die während eines Praktikums in Indien an einer müllgesäumten Straße einen spirituell-materialistischen Moment hat: Sie sieht eine „sprudelnde Quelle kostenlosen Rohstoffes".

Aus „Bah" wird „Boah"

Die Grundidee der Diplomarbeit der Absolventin an der Kunsthochschule Kassel war geboren: Plastikmüll durch handwerkliche Verarbeitung und ästhetische Form wieder Wertigkeit zu verleihen. Im Zentrum stand die Bearbeitung des Werkstoffes. Dazu gehörte auch das Aufblasen der Kunststoffe - eine Technik, die dem Glasblasen entlehnt ist. Die auf diesem Wege entstandenen Formen kombinierte Heinz in ihrem Werkstück, einem Beistelltisch aus Blech und dem bearbeiteten recycelten Kunststoff. Die IKEA Stiftung freut sich, das Abfallprodukt per Stipendium vor der Müllkippe bewahrt zu haben.

Antragsteller Rosa Heinz, Kunsthochschule Kassel
Projekttitel Diplomarbeit „Beistelltisch aus recycltem Kunststoff“
Datum April 2018