Vom grauen Hof zum Kletterparadies Ein partizipatives Bauprojekt der Gesamtschule Halle verwandelt den Schulhof in einen naturnahen Erlebnisraum für Bewegung und Miteinander.
Ein Schulhof sollte mehr sein als nur eine asphaltierte Fläche für die große Pause. Die Gesamtschule Halle (Westfalen) verfolgte mit der umfassenden Umgestaltung ihrer Außenanlagen deshalb drei zentrale Ziele: eine spürbare Verbesserung der sozialen Aufenthaltsqualität, einen höheren pädagogischen Wert und ökologische Nachhaltigkeit. Nach einer großflächigen Entsiegelung der Flächen sind naturnahe Spiel-, Bewegungs- und Verweilflächen entstanden. Heimische Bäume und Sträucher sowie schattenspendende Aufenthaltsräume ermöglichen Unterricht im Freien in „Outdoor-Klassenzimmern“. Statt auf Beton setzte das Projektteam auf natürliche Materialien wie Mulch und Sand sowie langlebige Gestaltungselemente wie Baumstämme und Findlinge.
Gemeinsam planen und anpacken
Das Besondere an der Neugestaltung: Der Umbau wurde nicht einfach in Auftrag gegeben, sondern als groß angelegtes Partizipationsprojekt umgesetzt. Unter der professionellen Anleitung der Ideenwerkstatt Lebens(t)raum e. V. beteiligten sich Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte aktiv an der Ideenfindung und den Baueinsätzen. An mehreren Wochenenden griff die Schulgemeinschaft zu Spaten und Schubkarre und ließ den Schulhof in gemeinsamer Arbeit Schritt für Schritt wachsen. Die IKEA Stiftung unterstützte dieses vorbildliche Engagement durch die finanzielle Übernahme von Baukosten und Spielgeräten. Ein detaillierter Bericht auf der Website der Schule gibt Einblicke in alle Phasen des ambitionierten Projektes.
Besseres Schulklima und neue Energie
Die intensive Arbeit der Schulgemeinde hat sich ausgezahlt: Ein Areal, das zuvor kaum Aufenthaltsqualität bot, ist heute ein Ort, an dem die Kinder und Jugendlichen klettern, hangeln, schwingen und balancieren. Bei den Schülerinnen und Schülern gilt der Hof inzwischen sogar als der „beste Kletterpark der Stadt“. Die Möglichkeit, sich in den Pausen auszutoben oder sich an ruhigen Orten zu begegnen, hat das Schulklima spürbar verbessert. Die Schüler*innen profitieren von deutlich weniger Konflikten, einem gestärkten Gemeinschaftsgefühl sowie einer höheren Konzentration im Unterricht. Diese Veränderungen beweisen eindrucksvoll, wie wichtig gut gestaltete, naturnahe Lebensräume für die Entwicklung junger Menschen sind.
| Antragsteller | Förderverein Gesamtschule Halle (Westf.) e. V. |
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| Projekttitel | Neugestaltung des Schulgeländes der Gesamtschule Halle |
| Datum | Juni 2026 |