Preis der IKEA Stiftung 2023 Offene Werkstatt, Inklusion und gemeinschaftliches Wohnen: Drei Projekte für eine bessere Zukunft
Nominiert werden beim Preis der IKEA Stiftung, der 1984 erstmals vergeben wurde, besonders innovative und zukunftsweisende Initiativen. Voraussetzung ist, dass sie zu einem nachhaltigeren Leben beitragen, soziale und ökologische Herausforderungen angehen oder Impulse geben, sich aktiv für einen gesunden Planeten einzusetzen. Ausdrücklich kommen auch weniger bekannte Projekte infrage, sofern sie als Leuchtturmprojekte Potenzial zur Nachahmung mitbringen. Vergeben werden ein mit 25.000 Euro dotierter Hauptpreis sowie – seit 2023 erstmals auch – zwei Anerkennungspreise von jeweils 5.000 Euro.
Das Haus der Eigenarbeit – Hauptpreisträger 2023
Den Hauptpreis der IKEA Stiftung 2023 in Höhe von 25.000 Euro erhielt das Haus der Eigenarbeit (HEi) in München – eine Institution, die seit 1987 zeigt, wie handwerkliche Selbsttätigkeit Menschen zusammenbringt und gleichzeitig Ressourcen schont.
Das HEi ist weit mehr als eine offene Werkstatt: Es bietet Kurse und Ateliers in Bereichen wie Töpferei, Metallbearbeitung und Textilgestaltung, eröffnet Künstler*innen Ausstellungsräume und begleitet Schulklassen bei der Berufsorientierung. Langzeitarbeitslose werden beim Wiedereinstieg ins Berufsleben unterstützt. Das Konzept verbindet auf einzigartige Weise zwei drängende gesellschaftliche Themen: den Kampf gegen die Wegwerfgesellschaft und den Einsatz für sozialen Zusammenhalt.
Erstmals zwei Anerkennungspreise – für Inklusion und gemeinschaftliches Wohnen
2023 wurden zum ersten Mal auch zwei Anerkennungspreise von je 5.000 Euro vergeben. Sie gingen an Initiativen, die in ihrer jeweiligen Wirkungssphäre exemplarisch für einen nachhaltigen und gerechten Wandel stehen.
Sozialhelden e.V. – Berlin
Der gemeinnützige Verein setzt sich dafür ein, Barrieren im öffentlichen Raum abzubauen und kulturelle Teilhabe für Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen. Mit konkreten Projekten und Kampagnen sorgen die Sozialheld*innen dafür, dass Kommunen, Unternehmen und Institutionen Inklusion nicht als Zusatzleistung, sondern als Selbstverständlichkeit begreifen.
Gröninger Hof eG – Hamburg
Die Genossenschaft verfolgt ein ebenso dringendes wie kreatives Ziel: die Umwandlung eines leerstehenden Parkhauses in bezahlbaren Wohnraum. In Zeiten steigender Mieten und wachsender Leerstandsprobleme in Innenstädten zeigt der Gröninger Hof, wie Stadtplanung auch anders gehen kann – gemeinschaftlich, ressourcenschonend und für viele statt für wenige.
Verliehen wurden alle drei Preise am 9. Mai 2023 im Rahmen der Veranstaltung OHOP – One Home One Planet, die IKEA Deutschland und NABU gemeinsam ausrichteten. Klaus Kelwing, Vorsitzender des Vorstands der IKEA Stiftung, zeigte sich begeistert: „Die drei Initiativen zeigen anschaulich, dass es zum Thema Nachhaltigkeit großartige Ansätze und Leuchtturmprojekte in Deutschland gibt.“