Preis der IKEA Stiftung 2026 Ausgezeichnetes Engagement für Kinder, Frauen und soziale Zufluchtsorte
Seit 1984 zeichnet die IKEA Stiftung regelmäßig besonders innovative und zukunftsweisende Initiativen aus, die zu einem nachhaltigeren Leben beitragen, soziale und ökologische Herausforderungen angehen und als Leuchtturmprojekte Vorbildcharakter besitzen. Vergeben werden ein mit 25.000 Euro dotierter Hauptpreis sowie – seit 2023 erstmals auch – zwei Anerkennungspreise von jeweils 5.000 Euro.
Am 8. Oktober 2026 kamen die diesjährigen Preisträger*innen in der Schwedischen Botschaft in Berlin zusammen, wo ihnen die IKEA Stiftung gemeinsam mit Kolleg*innen aus den drei Häusern in Berlin, Lübeck und Dresden den bzw. die Preise der IKEA Stiftung verlieh. Wie bereits im vergangenen Jahr hatten die Mitarbeitenden von IKEA Deutschland über die Vergabe der Auszeichnungen entschieden. Die Botschaftsrätin, Katarina Szécsi-Asbrink betonte bei der Preisverleihung, dass IKEA eigentlich der beste und vor allem der bekannteste Botschafter für Schweden sei. Peter Takacs, Vorstandsvorsitzender der IKEA Stiftung erinnerte daran, dass das Statement, „Kinder sind das Wichtigste auf der Welt“, nur dann Sinn ergibt, wenn man den Worten auch Taten folgen lässt und sich für benachteiligte Kinder einsetzt.
Hauptpreis für Straßenkinder e. V. aus Berlin
Der Hauptpreis 2026 und ein Preisgeld von 25.000 Euro gingen an den Verein Straßenkinder e. V. aus Berlin. Die Organisation setzt sich seit über 15 Jahren intensiv dafür ein, von Obdachlosigkeit betroffene Kinder und Jugendliche von der Straße zu holen, sie behutsam bei der Rückkehr in die Gesellschaft zu begleiten und ihnen durch Präventions- sowie Bildungsangebote Perspektiven zu eröffnen.
Erst wenige Tage vor der Festveranstaltung, nämlich am 2. Oktober 2026, feierte das neue Straßenkinderhaus BUTZE in Berlin-Lichtenberg seine offizielle Eröffnung. Das rein durch Spenden finanzierte, 23 Millionen Euro schwere Neubauprojekt bietet auf 3 650 Quadratmetern und sieben Etagen einen bundesweit einzigartigen Schutzraum für junge Menschen in Notlagen. Neben Notunterkünften, Übergangswohnungen und Mikroapartments mit insgesamt 41 Schlafmöglichkeiten erhalten Minderjährige und junge Erwachsene hier warme Mahlzeiten, Duschmöglichkeiten sowie persönliche Beratung und Angebote zur Berufsvorbereitung.
Starke Impulse für Kinder- und Jugendhilfe sowie Gewaltschutz
Die beiden Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro erhielten zwei weitere beispielhafte Initiativen: Der Verein Stellwerk e. V. aus Radeberg (bei Dresden) engagiert sich in der regionalen Kinder- und Jugendhilfe und begleitet benachteiligte Erwachsene auf ihrem Weg aus der Erwerbslosigkeit zurück in den Arbeitsmarkt. Der zweite Anerkennungspreis ging an die Land-Grazien aus Ratzeburg in Schleswig-Holstein, die von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern im ländlichen Raum prozessorientierte, ganzheitliche Beratung bieten und sie für den Neuanfang stärken.
Mitarbeitenden-Votum mit einer besonderen Überraschung
Neben dem Hauptpreis und zwei Anerkennungspreisen gab es in diesem Jahr noch eine besondere Wertschätzung: Dank einer Kooperation mit IKEA erhielten auch die übrigen sieben nominierten Finalisten eine Spende von jeweils 1.000 Euro. „Durch diese zusätzliche Würdigung aller zehn Finalisten unterstreichen wir die Vielfalt und gesellschaftliche Bedeutung des ehrenamtlichen und gemeinnützigen Engagements in Deutschland“, stellte Sabine Nold, Vorständin und Geschäftsführerin der IKEA Stiftung, im Rahmen der Preisverleihung heraus.