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Nutzen statt horten Wie Workshops Wissen vermitteln und Selbstwirksamkeit fördern

Zu sehen ist eine Fotocollage mit drei verschiedenen Fotos. Von links nach rechts: Ein liegendes, aufgeschlagenes hübsch illustriertes Heft mit Fragen zum Thema nachhaltige Nutzung von alltäglichen Produkten zum Ankreuzen. Eine Tischplatte von seitlich oben fotografiert, auf der Kinderhande Karteikärtchen sortieren. Eine Gruppe Kinder mit einer Frau in der bib der Dinge, die sich zu einem Projekt austauschen, indem sie sich melden und miteinander sprechen.

Wozu benötigen knapp 370 000 Menschen, die in Bochum leben, ebenso viele Bohrmaschinen, Ballpumpen und Beamer? Teilen statt besitzen ist der Ansatz der sogenannten „Bibliotheken der Dinge“, die es in vielen Städten gibt. So auch in Bochum, wo die „bib der dinge“ rund 3 000 Gegenstände zum Ausleihen bereithält.

Teilhabe für alle

Ob Tennisschläger oder Aktenvernichter, Gesellschaftsspiel oder Discokugel: Die Fundstücke sind zu 90 Prozent gespendet und werden von Ehrenamtlichen verwaltet. Manches geht vor der Ausleihe noch in die Reparatur: Holz-, Elektronik-, Textil- und Papier- sowie Fahrrad-Werkstätten stehen für Kreativ- und Handwerksprojekte bereit. Dank der passenden Ausstattung gehen an diesem Ort der Begegnung sowohl Kreislaufdenken als auch generationsübergreifendes Miteinander Hand in Hand.

Ressourcenerhaltendes Verständnis früh fördern

Innerhalb der Bochumer Community Wissen, Erfahrung und besondere Momente teilen – das war der leitende Gedanke für die Bildungsreihe „Nachhaltiges Leben von morgen“. Acht Einheiten rund um Konsum und nochmals so viele zum Thema Biodiversität hat die „bib der dinge“ speziell für 10- bis 16-Jährige ausgearbeitet. Welche Auswirkungen haben unsere Einkäufe, Ernährung, Technologien und Reisen auf die Gesellschaft und Umwelt? Wie können wir die Lebensräume von Tieren schützen? Neben Übungen und Reflektionen innerhalb der Gruppe werden die Jugendlichen an den Sharing-Gedanken herangeführt. Sie entwerfen gemeinsam Utopien, arbeiten aber auch praxisnah an Lösungen, beispielsweise bauen sie Nistkästen.

In den Startlöchern

Die IKEA Stiftung half der „bib der dinge“ dabei, ihre Ideen zur Umweltbildung in die Tat umsetzen zu können. Die Räumlichkeiten haben zwischenzeitlich gewechselt zu einer zentrumsnahen Location. Die ersten Testläufe für die Workshops wurden schon vereinbart: Nach dem erfolgreichen Auftakt am Neuen Gymnasium Bochum im vergangenen Herbst darf sich als nächstes die Schillerschule im Juli 2025 auf ihren zweitägigen Workshop im Rahmen der UNESCO-Projekttage freuen. Ab Herbst dieses Jahres werden die Workshops auch auf der Website zu finden sein.

Antragsteller phase4:institut gGmbH/bib der dinge
Projekttitel Nachhaltiges Leben von Morgen
Datum April 2025