Familienzentrum der Vielfalt Umweltfreundlicher Umbau einer Schokoladenfabrik zum integrativen Familienzentrum in Dresden
Die Johannstadt in Dresden wird als multikultureller Schmelztiegel der Vielfalt beschrieben – zugleich gilt sie als Wohngegend mit zahlreichen sozialen Herausforderungen. Zentral im Stadtteil ist die ehemalige Schokoladenfabrik gelegen, die lange Zeit leer stand. Der Ortsverband des Kinderschutzbundes erwarb den Gebäudekomplex und sanierte das Gelände mithilfe großzügiger lokaler Förderung. Für die Entstehung der Intensivwohngruppe beteiligte sich die IKEA Stiftung mit einer Fördersumme von 50.000 Euro.
Von der Schokofabrik zum integrativen Familienzentrum
Seit dem Projektbeginn im März 2021 hat sich viel getan: Entstanden sind mittlerweile Projektbüros und Wohnräumlichkeiten, eine begrünte Dachterrasse sowie beschattete und bepflanzte Hinterhöfe. Für die Stromversorgung wurde eine Photovoltaikanlage integriert, für die Bewässerung der Grünflächen nutzt das Familienzentrum Regenwasser. Mit dem im Laufe des vergangenen Jahres fertiggestellten Außenbereich fand das Projekt dann zum Dezember 2025 seinen Abschluss. Ob als Anlaufstelle bei sozialen Herausforderungen oder als Ort der Begegnung: Willkommen sind hier Menschen jeglicher Herkunft, Wohnsituation und Geschlechtsidentität.
Soziale Angebote und Intensivwohngruppe unter einem Dach
Seit Sommer 2023 finden sich im Integrativen Familienzentrum (IFZ) gleich mehrere Projekte und Einrichtungen für junge Menschen rund um Freizeitgestaltung, Beratung und Wohnen, die Hand in Hand zusammenarbeiten. Mit eingezogen ist die Intensivwohngruppe Trampolin: Fünf Kinder und Jugendliche haben hier ein Obdach gefunden. Bei ihrem eigenverantwortlichen Alltag finden sie hier passgenaue Unterstützung. Neben Beratung und Hilfe wird auch auf erlebnispädagogische Angebote in der Natur viel Wert gelegt.
Förderung, die ankommt, wo sie dringend benötigt wird
„Dank der großzügigen Unterstützung der IKEA Stiftung konnten wir unser Integratives Familienzentrum gemäß den Anforderungen der Nutzenden realisieren. Zudem tragen wir durch Maßnahmen der Stromgewinnung und Regenwassernutzung unseren Teil zu einer nachhaltigen Zukunft für Kinder und Jugendliche bei. Vielen herzlichen Dank!“, fasst Andreas Blume von der Geschäftsleitung des Kinderschutzbundes OV Dresden zusammen.
| Antragsteller | Der Kinderschutzbund, Ortsverband Dresden e. V. |
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| Projekttitel | „Alte Schokofabrik“ – Integratives Familienzentrum in Dresden |
| Datum | Februar 2026 |